Neujahr in Hessen

Neujahr in Hessen

Neujahr am 1. Januar zählt zu den neun gesetzlichen Feiertagen in Deutschland, die in allen Bundesländern gelten. Die Menschen haben also frei, die Geschäfte bleiben geschlossen.

Silvester und Neujahr in Hessen

 „Prosit Neujahr“, Böllerschüsse, krachende Raketen, Wunderkerzen, Bleigießen, Sauerkraut, Punsch und Glückwünsche – Abschied vom Alten und ein Willkommen dem neuen Jahr in Hessen! Verse, Reime, Lieder, Kalendersprüche und ein bunter Reigen sinnenfroher Bräuche ranken sich um das fröhliche, lärmerfüllte Treiben in den Straßen und Gassen, in Gaststuben und dem häuslichen Bereich, das seit Jahrhunderten zwischen altem und neuen Jahr Bürgersmann und Bauersleute in Stadt und Land mit Familien und „Kind und Kegel“ auf die Beine brachte. Das Austoben in der Silvesternacht nahm ehedem mancherorts die Form von Exzessen an, so dass die Obrigkeit mit Verboten eingriff und den bestraft, der über die Stränge schlug. Viele Bräuche, von denen Schiller schrieb, dass in ihnen ein tiefer Sinn wohne, sind vergessen: die Zeit ging über sie hinweg, geblieben aber ist die Sehnsucht nach dem Glück, nach Gesundheit und Wohlergehen. Deshalb war und ist wohl auch heute noch Silvester und Neujahr als Brauchtumstermin angefüllt mit Brauchhandlungen, Orakeln, Wünschen und Sehnsüchten. Über die alten Bräuche und Wünsche geben archivalische Zeugnisse, Volkskalender und zeitgenössische Berichte Aufschluss; vieles davon hat sich erhalten und wird heute noch gepflegt, anderes ist neu hinzugekommen. Aus unserer hessischen Heimat ist ein bunter Strauß vielschichtiger und interessanter Silvester- und Neujahrsbräuche überliefert, von denen in der Folge berichtet werden soll. Sie künden von Glauben und Aberglauben, privatem Segenswunsch und allgemeiner Volksbelustigung, die bis in unsere Tage nachwirken.

Alte Neujahrsbräuche in Hessen

-Am Neujahrstag in Hessen wurde einst in zahlreichen Haushalten darauf Wert gelegt, dass an diesem Tag kein Obst gegessen wurde. Dabei ging es nicht nur um importierte Früchte, sondern auch um heimische Äpfel und Birnen.

-Bei neuer Wäsche Furunkel befürchtet

-Zudem war das Anziehen von frischer Unterwäsche verboten. War ein Wechsel der Unterwäsche unbedingt erforderlich, so erfolgte dieser schon am Silvestertag. Verstieß man dagegen, so musste man damit rechnen, dass man im neuen Jahr Furunkel und Geschwüre bekommt. Trat das tatsächlich ein, dann triumphierten schließlich die an die alten Überlieferungen Glaubenden.

-In vielen Familien stand am Neujahrstag zudem Weißkraut auf dem Mittagstisch. Das sollte bewirken, dass das ganze Jahr über Geld im Haus war.

-Am Nachmittag des letzten Tages im Jahr wurden die Obstbäume im Garten und auf den in der Nähe des Dorfes gelegenen Obstbaumgrundstücken mit Stroh umwickelt. Diese Aktion, die nur während des Abendläutens (um 17 Uhr) erfolgte, sollte im kommenden Jahr eine reiche Obsternte bewirken. Während des Strohbindens durfte nicht gesprochen werden. So geschah es, dass manche Gartennachbarn wortlos ihre Arbeit verrichteten, fest an den Erfolg glaubend.

-Die Träume, die man in den letzten sechs Nächten des alten Jahres und in den ersten sechs Nächten des neuen Jahres hatte, sollten sich im neuen Jahr erfüllen. Man »wusste« sogar in welchem Monat; denn die Nächte standen stellvertretend für die zwölf Monate des neuen Jahres. Waren es Träume wie Krankheit oder sogar Tod, so sah man schon mit Bangen den kommenden Ereignissen entgegen.

-Zwiebelringe zeigten nasse Monate

-Aufmerksam beobachtete man das Wetter in den letzten vier Tagen des alten Jahres. Jeder Tag stellte ein Quartal im neuen Jahr dar. So wie das Wetter an dem betreffenden Tag des Jahres war, so stellte man es sich auch in dem entsprechenden Vierteljahr des nächsten Jahres vor. Ältere Menschen stellten in der Neujahrsnacht um Punkt Mitternacht fest, woher der Wind wehte. Aus dieser Himmelsrichtung kamen im neuen Jahr die schweren Gewitter, so der Glaube.

Lieder zu Neujahr in Hessen

Im 16. Jahrhundert entstanden – vor allem durch den musikalischen Impetus vieler evangelischer Christen – zahlreiche Neujahrslieder. Auch im Barock und seiner ausgeprägten Kirchenmusik sind einige entstanden, unter anderem von Bach und seinen Söhnen. Manche dieser damaligen Lieder werden bis heute gesungen, z. B. „Das Alte ist vergangen, das Neu’ hat angefangen …“. Mehrere dieser Lieder gehören zum Repertoire der heutigen Sternsinger.

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